Der Retter ist geboren

Herausforderung

mittel bis komplex

Anzahl

mindestens drei Figuren

Praktisches zum Krippenaufbau

Welche Figuren werden benötigt?
  • Maria, Josef, Christkind
  • Ochs und Esel (können auch aus Raumgründen weggelassen werden), gehören traditionell aber dazu
  • Ergänzungen:
    Hirten und Schafe, Heilige drei Könige
    Wenn beide Ergänzungen vorgenommen werden, sollten die beiden Szenen etwas voneinander abgesetzt werden (z.B.: Hirten gehen schon wieder / Könige kommen gerade)
Welche Möglichkeiten gibt es für die Gestaltung?
  • Krippentypen (Auswahl):
    Heimatliche Krippe (gerade für die Weihnachtskrippe sehr passend) - Gelegentlich: Schneekrippe
    Orientalische Krippe
    Stilkrippe: Szenerie wird nur durch wenige Elemente angedeutet
Wie müssen die einzelnen Figuren gekennzeichnet werden?
  • Josef
    Muss nicht zwingend als alter Mann dargestellt werden
    Farben: eher braun, gelb, lila/violett
    Häufig mit Stab (Symbol für Weg nach Bethlehem) oder Laterne
  • Maria
    Farben: rot/rosa und blau
  • Jesuskind
    Wenn die Heilige Nacht dargestellt wird: in Krippe liegend (unterschiedlich stark bewindelt; keine Unterschiede, was heimatliche und orientalische Krippe angeht)
    Wenn die Könige kommen (Darstellung): Kind wird häufig in den Schoß Mariens gesetzt/gelegt
Welche Haltung sollen die Figuren einnehmen?
  • Maria:
    Traditionell: entweder kniend oder sitzend vor der Krippe
    Bei italienischen Krippen: häufig auch liegend (naturalistisch)
  • Josef:
    Neben Maria sitzend oder stehend; nachdenklich, fürsorglich
  • Hirten:
    Wenn die Hirten schon an der Krippe sind: ziehen den Hut, knien, vollziehen überraschte oder hinweisende Gesten; wenn ein Hirtenkind dabei ist, zeigt ein älterer Hirt ihm oft das Christkind
Welches Zubehör ist passend?
  • Hängt vom Stil ab
  • Krüge
  • Stroh / Strohballen - hierfür: getrocknetes Gras, dünnes, kurzes Stroh, Lärchennadeln, Moos
  • Holz in jeder Form (gehackt, Holzstoß)
  • Werkzeuge: Sense, Kübel, Eimer, Rechen
  • Zäune (um Geborgenheit zu symbolisieren)
Jahreskrippe
  • Maria wird traditionell gekennzeichnet durch rote und blaue Kleidung

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  • Maria und Josef sind dem Kind zugewandt

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  • Hirte kniet und huldigt dem Kind

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  • Die Räumlichkeit ist nur angedeutet.

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Mehr zum Fest

Hochfest der Geburt des Herrn

Das historische Datum der Geburt Jesu ist nicht bekannt – seit dem 4. Jh. wird das Hochfest der Geburt Christi am 25.12. gefeiert. Zuvor war dieser Tag das Fest des Sonnengottes (sol invictus), den die Römer verehrten. Ein ursprünglich heidnischer Brauch wurde so mit einem christlichen Fest besetzt. Das deutsche Wort „Weihnacht“ kommt vom althochdeutschen „wîhe naht“, was so viel bedeutet wie geweihte, heilige Nacht.

  • Historisches Datum von Christi Geburt nicht bekannt
  • 25.12: In der Antike Fest des römischen Sonnengottes
  • „Weihnachten“ vom althochdeutschen Wort „wîhe naht“ (heilige Nacht)

Und das Wort ist Fleisch geworden

Joh 1,14

Was sagt die Bibel

Und sie gebar ihren Sohn

Das Lukasevangelium (Lk 2,1-20) berichtet ausführlich von der Geburt Jesu in Bethlehem, von den Engeln und der frohen Botschaft, die sie den Hirten auf dem Feld verkünden: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet finden das Kind, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“

  • Lk 2,1-20: Geburt Jesu in Bethlehem
  • Engel verkünden den Messias, den Retter
  • Hirten huldigen dem Kind in der Krippe

Traditionell

Zahlreiche Bräuche

Zahlreiche Bräuche haben sich rund um das Weihnachtsfest etabliert: Christbaum, Krippenspiel, Weihnachtslieder, Geschenke und – die Weihnachtskrippe. Sie gilt als die klassischste aller Krippen und wurde in der Form, wie wir sie heute kennen, in der Barockzeit erfunden. Im Zuge der Aufklärung wurden Ende des 18. Jh. vielerorts Verbote ausgesprochen, öffentlich Krippen aufzustellen. In Folge fanden Krippen verstärkt Einzug in die Privathäuser.

  • Klassische Weihnachtskrippe seit Barockzeitalter